Samstag, 7. Dezember 2013

...und wieder Nachrichten aus Spanien!

Im Moment sieht es so aus, als ob für Tierquäler in Spanien endlich härtere Zeiten anbrechen.

Unsere spanischen Tierschutzkolleginnen haben uns Folgendes berichtet:

Eine Frau rief bei Animals Sense Sostre (ASS) an und bat um Hilfe für ihren Hund, der sich ein Bein gebrochen hatte. Sie könne die teuren, zu erwartenden Tierarztkosten nicht bezahlen. ASS sagte der Frau Hilfe zu und konnte auch einen Tierarzt finden, der bereit war die nötige OP für den halben Preis durchzuführen. Außerdem bot man der Frau auch an, den Hund ganz zu übernehmen, wenn ihre finanzielle Situation zu angespannt sei, um sich den Hund weiter leisten zu können. Leider ging die Frau auf keines der Angebote ein.

Am selben Abend erreichte ein Anruf der Polizei ASS. Ein Hund sei gefunden worden, der ein gebrochenes Bein habe! Als die Tierschützer den Hund in Obhut nahmen, war ihnen sofort klar, welchen Hund die Polizei aufgelesen hatte. Nachforschungen bestätigten zweifelsfrei diesen Verdacht. ASS kontaktierte dann die Stiftung FAADA http://faada.org/faada die sich nun um die rechtliche Seite dieses Tierschutzverstoßes kümmerte. Die ehemalige Besitzerin wurde in einem Disziplinarverfahren zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.000 € verurteilt. 
Vielleicht schreckt diese Geldstrafe doch den ein oder anderen Spanier davon ab, sein Tier wie lästigen Müll einfach zu entsorgen.


FAADA bemüht sich nun auch um die Einklagung der entstandenen Tierarztkosten. 

Das Gute für den Tierschutz an dieser unschönen Geschichte ist, dass dieser Vorfall als Bericht in sehr vielen Zeitungen auftauchte, und das nicht nur in kleinen Provinzblättern! Hier zwei Links, sozusagen als Beweis :-) 



Sogar ein Reporterteam kam in die Auffangstation von ASS und interviewte die Leiterin Rosa. Rosa hatte dann auch die Gelegenheit über die täglich anfallenden Arbeit in der Auffangstation zu berichten. Der Fernsehbericht wurde dann während der Hauptsendezeit ausgestrahlt und hat hoffentlich viele Spanier erreicht. Leider ist der Bericht nicht sehr lange, ab der Minute 11.27 kann man ihn sich ansehen:

http://www.tv3.cat/videos/4784231/Telenoticies-Barcelona-27112013

Ja, und was wurde aus dem armen Hundebub? Dieser war natürlich umgehend operiert worden, der Heilungsprozeß verlief sehr zufriedenstellend und Bart, so heißt der Jungspund, konnte im April 2013 über unseren Verein in sein neues Zuhause nach Deutschland reisen.


Und das ist wohl das Allerbeste an dieser Geschichte! :-)