...die im Dezember 2012 ihr wunderbares Zuhause fand. Lolas Familie hat sich an der kleinen Behinderung nie gestört.
Hallo Frau Erb,
wir haben am 23.12. auch sehr oft daran gedacht, dass wir unsere kleine Lola nun schon ein Jahr bei uns haben dürfen und ich kann Ihnen mitteilen, dass es ihr sehr gut geht und sie einen glücklichen und gesunden Eindruck bei uns macht. Ich war mit Katzen schon immer sehr verbunden, jedoch Lola ist etwas ganz besonderes und hat mich total verzaubert und ich sie anscheinend auch. Sie folgt mir auf Schritt und Tritt wie ein Hund und ich habe den Eindruck, dass sie alles versteht, was ich ihr sage, denn sie macht alles so wie ich es ihr zuflüstere und ich bin immer wieder erstaunt darüber. Bevor ich zur Arbeit gehe, stehe ich extra wegen Lola eine Stunde eher auf, damit ich ihr Bedürfnis an Streicheleinheiten am Morgen stillen kann. Bevor ich zur Arbeit gehe, geht sie bei Fuß mit mir runter zu meinen Eltern und dort bleibt sie dann, bis ich wieder zu Hause bin. Nach meiner Rückkehr von der Arbeit bekomme ich dann eine schreiende Begrüßung als ob ich Monate lang weg gewesen wäre und sie hüpft ohne lange zu fragen sofort auf meinen Schoß und dann müssen wir dann wieder mindestens 1 Stunde kuscheln. Zur Belohnung werde ich dann von ihr an den Händen abgeschleckt und bekomme viele zarte Liebesbisse. Am Abend vor dem Fernseher ist sie die erste auf dem Sofa und schreit mich ganz ungeduldig an, damit ich endlich wieder mit ihr kuschle. Wenn ich dann ins Bett gehe, vergehen keine 2 Minuten und sie kommt zu mir ins Schlafzimmer, legt sich in ihr Körbchen neben meinem Bett und schläft dort bis ich wieder aufstehe. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal aus dem Haus gehe, da dieser kleine Schmuse-Nimmersatt einfach nicht genug von mir bekommt und ich, ehrlich gesagt, auch nicht von ihr. Meine Eltern mag sie auch sehr gerne, läßt sich streicheln und füttern, aber wenn ich zu Hause bin, sieht sie nur noch mich. Jetzt im Winter habe ich ihr öfter angeboten, dass sie auf den Balkon gehen kann und sobald sie die kalte Luft spürt, dreht sie sich um und geht in ihr Körbchen und genießt die Wärme in den Räumen. Am 24.12. jedoch lag sie einige Stunden auf dem Fensterbrett am Balkon und genoss die wärmende Sonne. Wir haben den Eindruck, dass ihre Ataxie sich eher gebessert hat. Nur manchmal, wenn sie mit mir in den Keller geht und Räume erkundet die meistens verschlossen sind, fühlt sie sich ein wenig unsicher und dann merkt man das Zittern in ihren Beinchen besonders. Aber wenn sie mir mit Begeisterung entgegen läuft, merkt man nichts von ihrer Krankheit. Ich könnte Ihnen noch stundenlang vor lauter Liebe und Begeisterung für diese Katze schreiben und ich kann sehr gut verstehen, warum Sie sich damals sehr schwer von Lola getrennt haben, denn man hat irgendwie immer das Gefühl, man müsse dieses liebe Wesen pausenlos beschützen und alles Böse von ihr fernhalten.
Liebe Frau Erb, ich hoffe sie fühlen aus meinen Zeilen wie sehr wir Lola ins Herz geschlossen haben und wie wohl sie sich bei uns fühlt.