Donnerstag, 11. Dezember 2014

Manchmal müssen wir jemandem Flügel geben ...

... auch wenn es noch so schwer fällt. 

Für all unsere Tiere kämpfen wir, egal wie viel Liebe, Zeit, Geduld oder Geld wir hinein stecken müssen. Doch oft kämpft man gegen einen Gegner, der einfach nicht besiegbar ist. 

So war es leider auch bei unserem Kurt. 
2012 wurde Kurt auf einer Straße in Spanien herrenlos eingesammelt.


Bereits Ende 2012 durfte er nach Deutschland reisen. Doch auch hier wollte ihn niemand adoptieren, und so wartete er in seiner Pflegestelle auf ein neues Zuhause. Epilepsie, HD, Arthrose und Leishmaniose bereiteten ihm seine meisten Probleme. Unzählige Behandlungen musste Kurt tapfer über sich ergehen lassen, viele Blutabnahmen, Urinproben und vieles mehr. Täglich nahm er seinen Tablettencoktail zu sich, als wollte er uns sagen: Ich weiß, ohne die kann ich nicht leben.

Und trotz seiner Therapie wurde sein Zustand die letzten Wochen immer schlechter. Die Leishmaniose-Behandlung schlug nicht an. Auf das letzte Medikament reagierte er mit einer Serie epileptischer Anfälle. Sein Körper war zerfressen und wir mussten den Kampf aufgeben. 

Lieber Kurt, wir werden dich so in Erinnerung behalten wie du warst. Ein lustiger Kerl und ein liebenswerter Zeitgenosse, der nichts forderte aber für alles dankbar war.


Lieber Kurt, um dir deine Schmerzen zu nehmen haben wir dir Flügel geschenkt. Sie tragen dich hoch zu den anderen Engeln, die auf dich warten und dich weiterhin begleiten werden. Wir werden oft an dich denken und zu dir aufschauen. Und wir sind uns sicher, dass du deinen Blick auch oft bei uns haben wirst. Wir vermissen dich sehr und hätten uns mehr gemeinsame Zeit gewünscht. 


Wir danken all deinen Freunden für die große Anteilnahme sowie allen Paten, die dich immer unterstützt haben, für dich da waren und immer mit einem offenen Ohr deinen Geschichten gelauscht haben.

Deine Pflegefamilie