Sonntag, 24. Mai 2015

(Fund-) Goldstück des Monats



oder dass es doch Sinn machen kann, den falschen Weg zu nehmen! Wollt ihr wissen warum? Wegen diesem kleinen Herzerl! 


Aber nun zur ganzen Geschichte. Letzte Woche war ich Mittwoch abends bei einem Arbeitskollegen eingeladen. Ich war der Überzeugung zu wissen, wohin ich fahren muss und stellte dann aber irgendwann doch fest, dass dem nicht so war. Während ich noch vor mich hin schimpfte, weil ich wohl zu früh abgebogen bin, sah ich auf einmal irgendwas auf der Straße. Bei näherem Hinsehen erkannte ich eine sehr kleine schwarze Katze! Ich bin natürlich sofort stehen geblieben und hab mir den Wurm geschnappt. Ein Auge war verklebt und entzündet, die Nase total verkrustet und verstopft. Insgesamt machte die Mieze keinen so guten Eindruck. 


Nachdem ich nach der Mutter und möglichen Geschwistern vergeblich Ausschau gehalten hab, hab ich beschlossen das Miezerl mitzunehmen. In diesem Zustand wäre sie entweder verdurstet oder gar überfahren worden. Also, auf zum Tierarzt. Da der Zustand etwas kritisch war, blieb sie erstmal in der Praxis und wurde dort sehr gut versorgt. Am Freitag hab ich sie dann zusammen mit meinem Mann besucht und festgestellt, dass sie eine ganz wilde Hummel ist. 

Leider hat sich rausgestellt, dass sie noch nicht selbst frisst und daher noch die Flasche kriegen muss.  Daher war nach kurzer Überlegung klar, sie kommt mit zu uns. Seitdem heißt es alle vier bis fünf Stunden Milch fertigmachen und füttern, Bäuchlein massieren, Fell pflegen, Medikamente geben, inhalieren und natürlich spielen, spielen, spielen und schmusen!

Es ist eine Wonne dem Wuzerl zuzuschauen, wie es die Welt entdeckt! Auch wenn’s aktuell nur unser kleines Zimmer ist ;-) Besonders lustig ist es, wenn sie mitten unterm Toben einschläft. 


Das Auge ist mittlerweile ganz gut geworden und der Schnupfen wird ganz langsam auch besser. Immer wieder schleckt sie auch an das angebotene Baby-Nassfutter. Ich denke, dass das selbständige Fressen auch bald klappt.

Ach, ich schreib immer von ihr…. sie ist aber ein Bub und wurde von meinem Mann auf den Namen EMIL getauft!

Ich glaube, jetzt ist mein einleitender Satz, warum es doch gut war, dass ich den falschen Weg genommen hab, klarer. Im Endeffekt war es für Klein-Emil nämlich der richtige Weg! 


Drückt bitte alle die Daumen, dass sich der Kleine gut entwickelt und wir, sobald es möglich ist, ein schönes Zuhause für ihn finden.

Liebe Grüße
Rebecca - THV-Team