Donnerstag, 21. Februar 2013

Hallo hier meldet sich Lea!

Lea wurde im Dezember 2008 von Fam. Fritsch adoptiert. Seitdem hat sie das Sagen in der Familie. Egal ob 2 oder 4 Beiner alles tanzt nach Leas Pfeife. Ihrem Charme kann keiner wiederstehen. Leas Frauchen berichtet:


Seit Leas Einzug vor ca. 4 Jahren ist Lea Chefin in unserem Dreierrudel. Zu diesem Rudel gehören noch die ebenfalls 2004 geborene Colliehündin Lassie (Papas Prinzessin) und der jetzt 4-jährige Rüde Junior (Jagdhundmix aus Italien). Lea hat den damals 3,5 Monate alten Rüden kampfmäßig erzogen. Und Junior liebt diese Kämpfe mit ihr immer noch. Ihre ca. 32 cm Schulterhöhe mit knapp 9 Kilo setzt Lea wie eine Klapperschlange ein. Unglaublich flink, hinterhältig und kraftvoll. Außerdem macht sie mit Junior Rennspiele durch den ganzen Garten in einer Geschwindigkeit, dass einem schwindlig wird. Lassie kommt dabei nicht hinterher.

Vor 3 Jahren fing unser Sohn mit Mitte 20 an, Lea auf Europatour im Auto mitzunehmen. Unter anderem nach Spanien, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich. Zusammen haben sie Bergwandertouren unternommen, lagen am Strand und übernachteten im  Zelt. Auch Kurztouren von 2-5 Tagen, z.B. an der Elbe entlang, schweißten die beiden zusammen.



 
Jetzt scheint Lea in einigen Bereichen doch langsam älter zu werden. Diese großen Reisen wird sie nicht mehr antreten. Auch Joggen mit dem Herrn des Hauses muss sie nicht mehr haben. Aber Spaziergänge mit dem Rudel – jederzeit. Und das sehr aufgeweckt und Mäusejagdbegeistert. Leider muss sie aufgrund ihres ausgeprägten Jagdinstinkts meistens an der 8-m Flexileine bleiben. Denn wenn irgendwas - auch Rehe oder Gämsen – aufspringt, will sie es haben. Trotz ihres niedlichen Aussehens ist sie ein Jäger durch und durch.
Manchmal dreht sie im Freilauf total auf und bekommt die „Renneritis“. Dann fegt sie im Tiefflug über hunderte Meter durch ein Feld, im großen Bogen wieder in Gegenrichtung und alles zurück. Einfach so, als wäre sie auf einer Rennbahn. In solchen Momenten ist sie nicht mehr ansprechbar. Ihr Körper schüttet dabei offenbar eine riesige Menge an Glückshormonen aus. Wenn ich dann an unsere „nette“ Jägerschaft denke, wird mir übel. Man kann sich ausmalen, was ein unseriöser Jäger unternehmen könnte. Aber unser Grundstück ist gut umzäunt (seit Leas Einzug wurde der Zaun immer höher, da sie springt wie ein Känguru), und so muss sie ihre Rennanfälle mit Junior im Garten ausleben. Das ist einfach sicherer.
Die Kleine hat uns übrigens dazu erzogen, die Küchentür prinzipiell zu schließen. Sie hat eine „kriminelle“ Energie zur Futterbeschaffung mitgebracht. Sollte man die Tür zu schließen vergessen, ist ruckzuck  - mit Schließen der Haustür – der Mülleimer dran. Und die zweite Verfressene – Lassie – freut sich drüber  und nimmt das Angebot zur Extraportion gerne an.
Vor drei Jahren habe ich probieren dürfen, ob sie sich als Rettungshund in der Fläche eignen würde. 3 Monate lang hat mein Team versucht, ihr die Grundlagen bei zu bringen. Aber, was ich nie für möglich gehalten hätte, sie war zu gut erzogen. Sie zeigte brav das Finden ihres Opfers durch anspringen an -  und ließ mir dann den Vortritt. Sie blieb bei Fuß und führte mich nicht hin.Versuch leider gescheitert.
Auf dem Hundeplatz hätte ich sie zur Begleithundeprüfung bringen können. Sie beherrschte alle Vorgaben. Mir hat das schon gereicht. Ich brauchte nicht unbedingt eine Prüfung um das zu bestätigen.
Mit anderen Hunden stellt sie sich manchmal etwas zickig an. Auch heute noch, 4 Jahre nach der Kastration, haben unkastrierte, handliche Rüden, wie Westies, die besten Chancen. Hunde die ich auf unseren Hof lasse, z.B. Welpen, werden umgehend erzogen, wenn sie sich nicht höflich benehmen und sie entweder ganz in Ruhe lassen, oder „anfragen“, ob sie sich nähern dürfen. 
Alle unsere Tiere – die Hunde und der Kater Gismo – verteilen sich auf der extra groß gewählten Couch, wobei Lea immer darauf bedacht ist, dass  s i e  alle Streicheleinheiten einsammeln kann. Selbst zum Tierarzt könnte ich sie alleine reinschicken. Sie freut sich über alle Hände, die Leckereien und Aufmerksamkeit. Um alles zu erhaschen fegt sie durch die Praxis und springt alleine auf den Tisch.
Im Bett ist sie Herrscherin gegenüber Lassie. Sollte Lassie versuchen ins Bett zu kommen, reicht ein Blick von der Kleinen und die Große entscheidet sich für ihr eigenes Körbchen. Lea thront am Fußende. Junior ist egal, der liegt bei mir unter der Decke vor meinem Bauch.
Gesundheitlich ist noch nichts festzustellen, sie erscheint pumperlgsund. Sie wird nur älter. Aber noch nicht wirklich ruhiger. Ich glaube, wir werden noch lange Freude an unserer Chefin haben. Wie sagt man so schön: Klein aber oho. Ein ganzer Hund. Vielleicht sogar mehr Hund als unsere Großen.
So, das wär´s erstmal wieder. Bis bald

Silvia Fritsch