schon laaaange ist mal wieder ein Lebenszeichen von Salvada fällig! Die Kurzversion lautet: alles super, der Kleinen geht es richtig gut! Aber ich schicke doch mal die lange Version :o)
Seit April 2012 ist der „Aprikosenfratz“ nun schon bei uns und wir haben es noch nicht einen einzigen Tag bereut, uns auf einen "Angsthund" eingelassen zu haben.
Von diesen enormen Fortschritten, die sie in dieser Zeit gemacht hat, hätten wir anfangs nicht zu träumen gewagt. Martina (Salvadas Pflegefrauchen) sagte anfangs mal zu mir: Anja, irgendwann wird sie auf Dich zulaufen und Dich freudig begrüßen. Und so kam es!
Irgendwann zuckte sie nicht mehr bei jedem Geräusch zusammen
irgendwann duckte sie sich nicht mehr bei jedem vorbeifahrenden Lkw
irgendwann wurde nicht mehr bei allem, was sie nicht kannte, der Rückwärtsgang eingeschlagen
irgendwann fing sie an, liegen zu bleiben, wenn wir an ihr vorbeiliefen
irgendwann kam sie zaghaft näher, wenn man sie rief
irgendwann stupste sie einen das erste Mal zart mit der Nasenspitze an
irgendwann fing sie an zu entspannen, wenn man sie zaghaft streichelte
irgendwann war zaghaft nicht mehr genug und man durfte auch ruhig fester "zugreifen"
irgendwann kam sie und streckte uns ihren Popo zum kräftigen Durchkraulen entgegen
irgendwann begann sie, während unseres Abendessens ganz nah bei uns zu liegen (ich halte es für ein Gerücht, dass es was mit dem Essen zu tun haben könnte :o))
irgendwann blieb sie das erste Mal entspannt auf der Seite liegen und ließ sich das Bäuchlein kraulen (das war eins meiner persönlichen Highlights)
irgendwann fing sie an, bei den Gassirunden selbstbewußt auszusehen
irgendwann fing sie an das Boxermädchen aus dem Ort anzumachen (keine Ahnung, was ihr an dem nicht gefällt :o)
irgendwann fing sie an, vor unserem Grundstück besonders aufmerksam zu sein und es zu verteidigen :o)
Natürlich ist Salvada noch weit davon entfernt, als souverän bezeichnet zu werden. Trotz der immensen Fortschritte ist nicht jeder Tag gleich und Außenstehende/Fremde werden sie immer noch als einen sehr ängstlichen Hund wahrnehmen. Aber für uns im täglichen Leben unterscheidet sie sich nicht mehr so wahnsinnig doll von den anderen Hunden. Gewisse Sachen sind zwar nach wie vor nicht möglich: z.B. kann ich nicht einfach so auf sie zugehen, die Hände ausstrecken und sie streicheln wollen oder ihr das Geschirr anziehen wollen. Liegt sie aber z.B. in ihrem Körbchen und ich gehe langsam, mit leicht abgewandtem Körper zu ihr und setze mich zu ihr, bleibt sie fast immer liegen. Zum Geschirranziehen muß sie zur Tür in den Windfang kommen und von hinten durch die Wand oder die Tür begrenzt werden, dann ist das Anziehen überhaupt kein Problem. Aber das ist für uns alles ganz normal geworden und wir tun das alles automatisch. Ihre Streicheleinheiten fordert sie mittlerweile regelrecht ein. Oft kommt sie von sich aus, stupst einen an und läßt sich mit Hingabe durchkraulen und drückt einem ihr Köpfchen in die Hand. Sie ist eine so zarte kleine hübsche Maus!
Anfangs waren wir ein wenig unsicher, in welchen Maßen wir ihr was zumuten können. Aber wir haben - hoffentlich - immer den goldenen Mittelweg gefunden: wir haben sie nicht geschont, ihr aber auch nichts gegen ihren Willen zugemutet. Sie ist von Anfang an mit uns völlig problemlos in den Urlaub gefahren, hat in Hotels zwischenübernachtet, ist Aufzug gefahren, ist im Urlaub durch Städtchen gebummelt, ist mit mir schon im Büro gewesen, hat größere Hundetreffen und Hundebesuch bei uns zu Hause gemeistert. Eigentlich hatten wir fast immer das Gefühl, dass die Bindung zu uns noch fester geworden und ihr Selbstbewußtsein wieder ein bißchen gewachsen ist, wenn sie irgend eine Aufgabe gemeistert hat.
Salvadas Gesundheit mußten wir in den letzten Monaten ein bißchen unter die Arme greifen: sie bekommt seit einiger Zeit Schilddrüsenhormone sowie Herztabletten; letzte Woche mußten ihr leider drei Zähne gezogen und eine Warze unterm Lid entfernt werden. Bezüglich der Leishmaniose sind wir - denke ich - auf einem ganz guten Weg. Wir streben das Absetzen des Allopurinols an und hoffen, dass die nächsten Blutergebnisse so gut sind, dass wir das angehen können.
Vor allem eins haben wir in dieser Zeit gelernt: Geduld! Man kann nichts erzwingen und vieles, was man bei einem "normalen" Hund als selbstverständlich nimmt, ist plötzlich gar nicht mehr so selbstverständlich.
Die Erfahrungen, die wir mit Salvada gemacht haben, möchten wir nicht missen und es ist einfach nur schön, zu sehen, wie sie ganz langsam einen Teil ihrer Ängste verliert.
An dieser Stelle möchte ich noch mal Danke sagen, dass sich die THV so vieler Angsthunde annimmt und dass Sie uns diesen Hundeschatz anvertraut haben!
Herzliche Grüße aus Bruchsal,
Anja Schulz, Dirk Becker mit Shelby, Salvada und Ben
irgendwann duckte sie sich nicht mehr bei jedem vorbeifahrenden Lkw
irgendwann wurde nicht mehr bei allem, was sie nicht kannte, der Rückwärtsgang eingeschlagen
irgendwann fing sie an, liegen zu bleiben, wenn wir an ihr vorbeiliefen
irgendwann kam sie zaghaft näher, wenn man sie rief
irgendwann stupste sie einen das erste Mal zart mit der Nasenspitze an
irgendwann fing sie an zu entspannen, wenn man sie zaghaft streichelte
irgendwann war zaghaft nicht mehr genug und man durfte auch ruhig fester "zugreifen"
irgendwann kam sie und streckte uns ihren Popo zum kräftigen Durchkraulen entgegen
irgendwann begann sie, während unseres Abendessens ganz nah bei uns zu liegen (ich halte es für ein Gerücht, dass es was mit dem Essen zu tun haben könnte :o))
irgendwann blieb sie das erste Mal entspannt auf der Seite liegen und ließ sich das Bäuchlein kraulen (das war eins meiner persönlichen Highlights)
irgendwann fing sie an, bei den Gassirunden selbstbewußt auszusehen
irgendwann fing sie an das Boxermädchen aus dem Ort anzumachen (keine Ahnung, was ihr an dem nicht gefällt :o)
irgendwann fing sie an, vor unserem Grundstück besonders aufmerksam zu sein und es zu verteidigen :o)
Natürlich ist Salvada noch weit davon entfernt, als souverän bezeichnet zu werden. Trotz der immensen Fortschritte ist nicht jeder Tag gleich und Außenstehende/Fremde werden sie immer noch als einen sehr ängstlichen Hund wahrnehmen. Aber für uns im täglichen Leben unterscheidet sie sich nicht mehr so wahnsinnig doll von den anderen Hunden. Gewisse Sachen sind zwar nach wie vor nicht möglich: z.B. kann ich nicht einfach so auf sie zugehen, die Hände ausstrecken und sie streicheln wollen oder ihr das Geschirr anziehen wollen. Liegt sie aber z.B. in ihrem Körbchen und ich gehe langsam, mit leicht abgewandtem Körper zu ihr und setze mich zu ihr, bleibt sie fast immer liegen. Zum Geschirranziehen muß sie zur Tür in den Windfang kommen und von hinten durch die Wand oder die Tür begrenzt werden, dann ist das Anziehen überhaupt kein Problem. Aber das ist für uns alles ganz normal geworden und wir tun das alles automatisch. Ihre Streicheleinheiten fordert sie mittlerweile regelrecht ein. Oft kommt sie von sich aus, stupst einen an und läßt sich mit Hingabe durchkraulen und drückt einem ihr Köpfchen in die Hand. Sie ist eine so zarte kleine hübsche Maus!
Anfangs waren wir ein wenig unsicher, in welchen Maßen wir ihr was zumuten können. Aber wir haben - hoffentlich - immer den goldenen Mittelweg gefunden: wir haben sie nicht geschont, ihr aber auch nichts gegen ihren Willen zugemutet. Sie ist von Anfang an mit uns völlig problemlos in den Urlaub gefahren, hat in Hotels zwischenübernachtet, ist Aufzug gefahren, ist im Urlaub durch Städtchen gebummelt, ist mit mir schon im Büro gewesen, hat größere Hundetreffen und Hundebesuch bei uns zu Hause gemeistert. Eigentlich hatten wir fast immer das Gefühl, dass die Bindung zu uns noch fester geworden und ihr Selbstbewußtsein wieder ein bißchen gewachsen ist, wenn sie irgend eine Aufgabe gemeistert hat.
Salvadas Gesundheit mußten wir in den letzten Monaten ein bißchen unter die Arme greifen: sie bekommt seit einiger Zeit Schilddrüsenhormone sowie Herztabletten; letzte Woche mußten ihr leider drei Zähne gezogen und eine Warze unterm Lid entfernt werden. Bezüglich der Leishmaniose sind wir - denke ich - auf einem ganz guten Weg. Wir streben das Absetzen des Allopurinols an und hoffen, dass die nächsten Blutergebnisse so gut sind, dass wir das angehen können.
Vor allem eins haben wir in dieser Zeit gelernt: Geduld! Man kann nichts erzwingen und vieles, was man bei einem "normalen" Hund als selbstverständlich nimmt, ist plötzlich gar nicht mehr so selbstverständlich.
Die Erfahrungen, die wir mit Salvada gemacht haben, möchten wir nicht missen und es ist einfach nur schön, zu sehen, wie sie ganz langsam einen Teil ihrer Ängste verliert.
An dieser Stelle möchte ich noch mal Danke sagen, dass sich die THV so vieler Angsthunde annimmt und dass Sie uns diesen Hundeschatz anvertraut haben!
Herzliche Grüße aus Bruchsal,
Anja Schulz, Dirk Becker mit Shelby, Salvada und Ben