Donnerstag, 5. Juni 2014

Schon wieder eine Sorgenkandidatin – die scheue Lanzelotta!


Am Mittwoch mussten wir mit einem “Neuzugang” in die Tierklinik Oberhaching fahren.

Ende letzter Woche haben wir eine wild lebende Katze eingefangen, da sie ein Beinchen nicht mehr benutzen konnte. Lanzelottas linkes Hinterbein war dick geschwollen und offensichtlich schwer verletzt. Leider bestätigten sich mit den Röntgenbildern dann unsere schlimmsten Befürchtungen: das Bein ist am Tarsalgelenk gebrochen und außerdem sind die Kreuzbänder beschädigt.
Jetzt stand eine schwere Entscheidung bevor – reparieren oder amputieren? Nach mehreren, verschiedenen Tierarztbefragungen und Hinzuziehen eines Chirurgen mussten wir dann leider den Entschluss fassen, das Bein amputieren zu lassen.

Eine “Reparatur” ist bei einer zutraulichen Katze schon sehr schwierig in der Nachsorge. Evtl mit externem Fixateur versehen und alle paar Tage Verbandswechsel – bei einer nicht an Menschen gewöhnten Katze ist das unmöglich und nur unter mehrmaligen Narkosen machbar. Und auch die Erfolgsaussichten einer solchen OP sind nicht unbedingt 100ig, da man nie mit Sicherheit sagen kann, ob Nervenbahnen irreparabel in Mitleidenschaft gezogen wurden oder nicht.
Also blieb eigentlich nur die Entscheidung, die bei Lanzelotta machbar ist und am wenigsten Stress für die scheue Mieze bedeutet – und das ist eine Amputation. Es ist uns wirklich sehr schwer gefallen, aber wir denken sie kommt damit auch künftig gut zurecht.

Heute um 16:30 Uhr ist der OP-Termin und dann heißt es Daumendrücken für den Heilungsprozess! 
Sylvia Enders