Sonntag, 10. August 2014

Gemeinsamkeiten?

Tja, was haben Diego, Bam, Howard, Agus und Tiana gemeinsam? Die Fünf gehören der Rasse Ratonero Bodeguero Andaluz an bzw. sind Mixe dieser Rasse, sie sitzen in spanischen Tierheimen und niemand interessiert sich für sie. Aber warum gibt es für sie keine Anfragen? Vielleicht weil diese Rasse hierzulande nicht bekannt genug ist und die Menschen somit auch nicht wissen welche typischen Eigenschaften dieser Rasse (und ihren Mixen daraus) nachgesagt werden?

Also als erstes überzeugen doch diese Hunde durch ihre Optik, oder nicht? (o.k. außer Bam vielleicht, der ist im Moment nicht in einer optimalen Körperkonstitution, sprich: er ist viel zu dick - aber das kann man ja ändern). Sie sind hochbeiniger als die hierzulande bekannteren Jack-Russel-Terrier und diese Beine machen sie doch zu idealen Begleitern für Menschen, die sich gerne und viel bewegen. Da fallen einem doch gleich die vielen Hundesportarten ein, die man mit so einem Hund machen könnte und die allen Beteiligten sicher viel Freude bereiten würden. Und viel und gerne bewegen muss man sich mit so einem Hund, sonst hat man keinen entspannten, friedlichen Hausgenossen.
Die Hunde an sich sind nicht zu groß: man kann sie also locker auf den Arm nehmen, auf der Couch brauchen sie nicht so viel Platz wie ein Schäferhund und notfalls können sie es sich auf dem Schoß der Besitzer bequem machen, ohne dass dessen Beine aufgrund des Hundegewichtes langsam absterben.
Es gibt sie mit langer Rute oder eben kupiert, da in Spanien leider kein Kupierverbot gilt (spanische Züchter behaupten zwar, dass auch Welpen schon mit kurzer Rute geboren werden, aber das wird wohl eher die Ausnahme sein).
Man sagt den Bodegueros ein sanfteres Grundnaturell nach, als anderen Terrierrassen. Wobei bei den meisten Hunden diese Sanftheit gegenüber Kleintieren und anderen jagdbaren Lebewesen wohl dem vorhandenen Jagdtrieb weichen muss. Also das muss man schon zugeben: Jagdtrieb wird wohl vorhanden sein, denn sie wurden ja auch eigentlich für die Jagd, speziell die Rattenjagd gezüchtet. Und solche Gene vererben sich nun einmal mehr oder weniger stark. Eine Voraussage wie ausgeprägt die Jagdleidenschaft bei den einzelnen Hunden ist kann man nur schwer treffen, denn wie sollen wir im Tierheim den Alltag proben? Man kann über einen Katzentest zwar sagen, wie ein Zusammenleben mit diesen in einem Haus aussehen könnte, aber genauso gut kann ein Hund, der eine Katze im Haus akzeptiert diese dann außerhalb des Hauses jagen. Da ist dann konsequentes Abruf- und Gehorsamkeitstraining gefordert. Aber Trainieren und Üben muss man ja mit allen Hunden, egal welche Rasse, egal welche Mischung, die wenigsten Hunde kommen schon ausgebildet auf die Welt :-), oder kennen Sie einen?

Apropos Sanftheit: den Bodegueros sagt man eben diese gegenüber den Menschen im allgemeinen und speziell gegenüber den eigenen Menschen nach: Sanft, anhänglich, anpassungsfähig und auch wunderschön, was will man mehr? Und ich finde man sieht vor allem auf den Bildern in den Präsentationen von Tiana, Bam und Agus, wie sehr sie den Kontakt zu uns Menschen suchen und brauchen.

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                  Howard         Agus        Tiana        Diego         Bam